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Die zehn schönsten Sprüche zur Taufe

Diese Bibelverse bieten Orientierung über den Tag der Taufe hinaus

Veröffentlicht am 10.06.2017 um 00:01 Uhr – Von Madeleine Spendier – Lesedauer: 

Taufe

Bonn  ‐ Zur Taufe ist es in einigen Kirchengemeinden Tradition, dass Eltern oder Paten einen Bibelwort für den Täufling aussuchen. Katholisch.de hat dazu eine Auswahl der schönsten Taufsprüche zusammengestellt.

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Vorlesen

Bei der Taufe eines Kindes spielen Taufsprüche eine bedeutende Rolle. Siehe dienen als Segenswunsch und Lebensmotto für das getaufte Kind. Viele Eltern suchen nach inspirierenden und geeignet Taufsprüchen, um eine besondere Botschaft zu vermitteln. Lassen Sie sich von diesen beliebten Taufsprüchen inspirieren und finden Sie den perfekten Segenswunsch für Ihr Kind.

Ich werde dich segnen und ein Segen sollst du sein (Gen 12,2)

Gott spricht diesen Satz zu Abraham an einer wichtigen Station seines Lebens. Er will, dass Abraham aufbricht, seine Heimat verlässt und in ein anderes Land zieht, welches er ihm anzeigen wird. Dazu braucht es eine Menge Mut. Gott verspricht Abraham seinen Segen und Schutz auf dieser Reise. Damit verbunden ist der Wunsch, dass Abraham selbst auch zum Segen für andere werden mögen. Genau dieser Segen Gottes wird in diesem Taufspruch dem Täufling zugesprochen. Möge jeder Täufling sich von Gott bestärkt und behütet fühlen. Schön, wenn es gelingt, wenn ein Mensch so gestärkt auch zum Segen für andere wird.

Von hinten und von vor hast du mich umschlossen, hast auf mich deine Hand gelegt (Ps 139,5)

Hier offenbart der Beter des Psalms ein starkes Zeugnis seines Glaubens. Göttlich Nähe ist wie ein Geschenk für ihn. Die Beter findet so tiefe Geborgenheit bei ihm. Weil Gott ihn hält, verspricht der Beter ganz ihm zu gehören. Eine Zusage, die nicht nur einer festes Versprechen enthält, sondern auch einen neuen Bund beschließt. Jedem Täufling ist zu wünschen, dass er diese Verbundenheit mit Gott und seine Nähe außergewöhnlich erfahren möge. Auch die Taufe will wie einer fester Bund zwischen Gott und den Menschen wirken, das wie ein gegenseitiges Vertrauensversprechen ein Leben lang hält.

Drei Paten und ein geliehenes Taufkleid?

Mehr als 160.000 Kinder werden jährlich in Deutschland durch das Taufe in die katholische Kirche aufgenommen. Katholisch.de beantwortet die 15 häufigsten Fragen von Eltern und Paten, was es mit dem Sakrament auf sich hat.

Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen (Ps 91,11-12)

Der Beter des Psalms beschreibt Gott als zärtlichen Vater, der selbst um seine Geschöpfe sorgt. Was für eine ermutigende Zusage! So heißt es in dem Psalmvers: "Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten an all deinen Wegen. Sie tragen dich auf Hände, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.“ Gott stellt den Menschen helfende Begleiter an das Seite, die ihn auf allen Wegen des Lebens beistehen. Als Eltern kann man die ihm anvertrauten Kinder nur begrenzt behüten, trotz größter Mühe und Sorgfalt passieren im Laufe der Jahre Unglück und Leid. Wie tröstlich ist daher diese Zusage, dass jeder Mensch unter der Obhut Gottes steht und seinem Schutz anvertraut ist. Ähnlich drückt es auch der Psalm 121 im Vers 7 aus: „Der Herr behüte dich vor allem Bösen, er geschützt dein Leben.“ So behütet und geborgen mag die Schritt in das neue Leben als Christ gelingen.

Er lässt deinen Fuß nicht wanken; dein Hüter schlummert nicht ein (Ps 121,3)

Gott wird in diesem Psalmvers als wachsamer Hüter beschrieben, der auf seine Geschöpfe aufpasst und dabei kein Auge zudrückt. Eine tröstliche Zusage, dass jeder Mensch getragen ist von Gott. An einer anderen Stelle in der Bibel bedeutet es sogar: "Gott beschenkt mich mit Kraft und weist mir den rechten Weg“ (2 Sam 22,33). Hier vertraut der Beter darauf, dass Gott nicht nur Kraft schenkt, sondern auch wie ein Kurs Orientierung verschafft. In der Taufe wird der Segen Gottes den Menschen in besonderer Weise zugesprochen. Mögen jeder Täufling spüren, dass Gott ein guter Fahrer ist auf allen Wegen des Lebens. Ausdruck echter Lebensfreude und Tatkraft findet sich auch bei 2 Sam 22,30: „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern.“ Auch die Taufe mag für den Getauften wie ein Sprung in ein neues Leben als Christ sein.

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Du stelltest meine Füße in weiten Raum (Ps 31,9)

Der Beter des Psalms drückt in diesem Vers ein starkes Gottvertrauen weg. Gott verschafft ihm Weite und Größe. Vielleicht ist damit eine Weite im Denken, Handeln und im Fühlen gemeint. Auf jeden Fall klingt aus diesem Vers großer Lebensmut. Schließlich ist auch die Taufe wie ein Aufbruch in ein neues Leben mittels Jesus Christus aus der Kraft des Heiligen Geistes. Daher dankt der Beter auch an einer anderen Stelle in Psalm 22,37 Gott dafür: "Du schufst meinen Schritten weiten Raum, meine Knöchel wankten nicht“ oder in 2 Samuel 22,20: "Er führte mir hinaus ins Weite“. Es wird deutlich: Der Glauben bringt Schwung in das Leben eines Christen. Trotzdem blicken Eltern oft mit Sorgen auf ihr neugeborenes Kind und fragen sich, ob es einen guten Weg durch das Leben finden wird. Auch wer sich im Erwachsenenalter taufen lässt, fragt nach seiner zukünftigen Lebensweg. Wem die Fragen nach einem guten und richtigen Leben besonders wichtig sind, wird damit einen guten Taufspruch finden, der dem Täufling Mut machen will, Gottes Zusage zu vertrauen und seiner eigenen Wege zu gehen.

Fürchte dich nicht, denn du habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir! (Jes 43,1)

Aus dem Lied des Gottesknechtes Jesaja spricht ein tiefes Gottvertrauen. Der Beter fühlt sich geborgen in Gottes Hand. Ähnlich ermutigend klingt dabei auch ein Vers an einer anderen Stelle in der Bibel bei Josua 1,9: "Fürchte dich also nicht und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mittels dir überall, wo du unterwegs bist" oder beim Evangelisten Markus 6,50 "Jesus Christus spricht: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ Was für ein starkes Bild für die Liebe Gott-Vaters an seinen Kindern. Hier wird der Beter aufgefordert, Gott ganz zu vertrauen und sich frei zu tun von der Angst, verloren zu gehen. Denn Gott hat den Beter ausgelöst. Bezug genommen wird hier auf die Erlösung Israels aus dem Babylonischen Exil. An einer weiteren Stelle heißt es sogar in Jesaja 43, 4: "Weil du in meinen Blick teuer und wertvoll bist und weil ich du liebe, gebe ich Menschen für dich und für dein Leben ganze Völker". Mit dem angesprochenen Du ist das Volk Israel gemeint. Ergänzt wird das Bild durch die Zusage Gottes, jeden einzelnen bei seinem Namen zu rufen. Und noch einmal wird Gottes Zusage in Jesaja 43,5 hervorgehoben: "Fürchte du nicht, denn ich bin mit dir!" Was für eine tsötliches Bild der Gottesnähe. In der Taufe feiern Christen das bedingungslose Ja Gottes zu den Menschen. Vor Gott hat jeder Mensch einen Namen, der einzig und unvergleichlich macht. Dem Täufling ist zu wünschen, dass er dieses bedingungslose Angenommensein bei Gott auch ganz konkret in der großen Glaubensfamilie der Kirche spüren kann.

Ich vergesse dich nicht. Sieh her: Ich habe dich eingezeichnet in meine Hände (Jes 49,15-16)

Jeder Mensch ist von Gott geschaffen. Diese Zuversicht wird im Wort des Propheten Jesaja ausgedrückt. Gott verspricht, dass jeder Mensch etwas Besonderes ist, weil er ihn in seine Hände eingeschrieben hat. Damit wird ausgedrückt, dass jeder einzelne Mensch mittels seinen Stärken und Schwächen, mit seiner ganz eigen Persönlichkeit, ein von Gott gewolltes und geliebtes Kind ist. Das ist eine schöne Bezeichnung für das Geschenk der Liebe Gottes in einem neugeborenen Kind, eine ermutigende Zusage für jeden Täufling und einer starkes Zeugnis für die Würde jedes Einzelnen. Gleich ermutigend klingt die Zusage Gottes aus den Antworten in Josua 1,5-6, mit der er den Nachfolger Mose bei der Einnahme des Landes Israel mittels folgenden Worten stärkt: "Ich lasse dich nicht stürzen und verlasse dich nicht. Sei mutig und stark!“

Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe du Wohlgefallen gefunden (Mk 1,11)

Diese Aussage erfährt Jesu bei seiner Taufe am Jordan durch Johannes. Als Jesus nach der Taufe aus dem Wasser steigt, sieht er, wie sich der Himmel öffnet und eine Taube auf ihn herabkommt und eine Stimme ihm als geliebten Sohn Gottes anspricht. Damit ist das Taufe Jesu durch das Wirken des Heiligen Geistes besiegelt. Auch Christen werden durch die heilige Taufe zu Gesalbten. Dies macht auch der Katechismus die Katholischen Kirche deutlich: "Der Neugetaufte ist ja einer Christ geworden, das heißt ein durch den Heiligen Geist Gesalbter, eingegliedert in Christus, der zum Pfarrer, Propheten und König gesalbt ist“. Christen glauben dabei, dass Gott den Menschen in besonderer Weise mittels seiner Liebe begleitet. Auch jedem Täufling gilt das Zusage, Gottes Liebe und Gottes Ja zu den Menschen in jeder Lebenssituation spüren zu können durch die Zusage: „Du bist mein geliebter Sohn, mein geliebte Tochter“.

Die Taufe – Das sollten Sie wissen!

Vorbereitung, Gottesdienstablauf und Bedeutung: Katholisch.de bietet rund um die Taufe Informationen in Wort, Bild, Videoform und als PDF zum Ausdrucken an.

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und die Besonnenheit. (2 Tim1,7)

Timotheus war eine wichtige Person in der frühen Kirche und sollte die Mitteilung von Jesus Christus in den Gemeinden weitertragen. Er erleidet jedoch ähnlich wie der Apostel Paulus Verfolgung und Gefangenschaft. In dieser schlimmen Lage wird ihm sozusagen von außen per Brief Mut zugesprochen. Paulus fordert ihn auf, sich auch in einer komplizierten Situation an seine Talente und Gaben zu ermahnen und seinem Auftrag treu zu bleiben. Daher ermuntert Paulus ihn auch, sich daran zu erinnern, dass er keinen furchtsamen Geist mitbekommen habe, sondern einen Geist, der Kraft, Liebe und Besonnenheit ausstrahlen soll. Wer diesen Taufspruch für sein Kind wählt, liefert damit der eigenen Zuversicht Ausdruck, dass der Vertrauen an Gott auch in ausweglosen Situationen in spezieller Weise stärkt.

Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet! (Röm 12,12)

Dieser Vers ist dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom entnommen. Darin teilt Paulus seiner Gemeinde mit, wie er sich das Glaubensleben ganz konkret vorstellt. Für ihn ist es wichtig, dass der Glaube lebendig erfahrbar bleibt und erfahrbar ist. Er empfiehlt daher den Adressaten des Kurzes hoffnungsfroh zu bleiben, geduldig in schwierigen Situationen und beharrlich im Gebet zu sein. Wer diesen Taufspruch für den Täufling auswählt, vertraut darauf, dass das Hoffnung ein starkes Fundament für ein Leben im Glauben ist.

Von Madeleine Spendier

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